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SKB Rheinstetten

Der Sportpark am Legel




Der TV Mörsch wächst über seine Grenzen hinaus.


Im Jahr 1970 hatte der TV einschließlich der im gleichen Jahr neu gegründeten Tennisabteilung 350 Mitglieder sowie 200 Jugendliche und Kinder in seinen Abteilungen Turnen, Fußball und Tischtennis. Es war zu erkennen, dass die Sportplatzdimensionen keine Ausweitung des Vereins zulassen.
In monatelangen, fast geheimen Gesprächen verhandelte eine 5-köpfige TV-Delegation mit einer Wohnungsbaugesellschaft über den Verkauf des Sportplatzgeländes. Das Angebot lag zum Schluß bei einem für die damaligen Verhältnisse enormen Betrag von DM 2'16 Mio. Der damalige TV-Vorstand Wilhelm Kassel unterrichtete die TV-Mitglieder über die Verhandlungen in einer Generalversammlung am 1.2. 71. Mit Weitblick wurden die sich daraus ergebenden Möglichkeiten vorgetragen. Der Vorstand erhielt daraufhin mit 134 zu 4 Stimmen die Zustimmung, das Sportplatzgelände zu verkaufen. Es war, und das gaben auch die Kritiker des damaligen Vorgehens zu, die Nutzung einer einmaligen Chance zur rechten Zeit. Wenige Monate später wäre vieles vertan gewesen, und das Zukunftsbild des Vereins hätte bedeutend kleinere Konturen erhalten. Das Volkshaus selbst blieb Eigentum des Vereins.
Die Gemeinde erklärte sich nach zähen Verhandlungen bereit, dem TV ein Gelände von 3,5 ha für den Bau eines Sportparks im Tiefgestade zur Verfügung zu stellen. Mit der Planung des Vorhabens wurde Architekt Edwin Burkart beauftragt, dessen Voranschlag bei DM 2' Mio. lag.


Der Umzug in das Tiefgestade war für den Verein ein Aufbruch in eine neue Dimension. Drei weitreichende Veränderungen sollten dies ermöglichen: Zentrale Positionierung der Sportanlagen und damit offen für Rheinstetten, ein Sportpark für Breitensport und eine Vereinspolitik offen für neue Sportarten, Angliederungen und Kooperationen. Die Planung sah deshalb eine großzügige Ausdehnung der Sportanlagen mit zwei Fußballplätzen, einem Mehrzweckfeld u.a. für Basketball, einer Sporthalle, Umkleide- und Sanitärtrakten und einer Gaststätte mit Kegelbahnen vor. Auch für die Leichtathleten sollte gesorgt werden, eine Aschenbahn und Sprunganlagen waren in der Planung enthalten. Leider konnten diese aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden.
Zuvor hatte sich im Jahr 1970 eine Tennisabteilung konstituiert. Diese begann im gleichen Jahr mit dem Bau der ersten Plätze. Vier Plätze waren im April 1971 schon spielbereit.


Mit dem Bau der Sportplätze wurde Ende 1971 begonnen und mit 2500 cbm Auffüllgelände das Areal trockengelegt. Die Sportplätze wurden zuerst errichtet, dann ein Rasensportplatz für die Fußballer, daneben für Trainingszwecke ein Sandplatz mit einer Flutlichtanlage. Auch ein Feld für Basketball und Kleinfeld-Fußball wurde vorgesehen.


Das Herzstück des ersten Bauabschnittes bildete die Sporthalle. Am 25. 9. 1972 wurde das Richtfest gefeiert. Die Halle, eine freitragende Holzleimbinder-Konstruktion mit 34 m Spannweite, damals ein Novum im Landkreis Karlsruhe, wurde von der Fa. Holzbau-Bätz erstellt. Besonders das Aufschlagen der mächtigen Holzbinder gestaltete sich schwierig, da die Kranwagen in dem aufgefüllten, weichen Erdboden einsanken. Im Frühjahr 1974 wurde die Halle für den Sportbetrieb freigegeben und gleich für Tennis, Badminton, Handball, Volleyball, Fußball, Jedermannsport, Turnen und Kurse intensiv genutzt. Der Halle vorgelagert wurde ein eingeschossiger Trakt mit Umkleideräumen, Duschen und Abstellmöglichkeiten für die Turngeräte, im Kellerraum wurde die Heizzentrale installiert.


Bereits 1973 wurde mit dem Bau eines Clubhauses begonnen, welches 1974 eröffnet wurde. Dessen Wirtschaftsraum wurde für 150 Personen ausgelegt, eine Wohnung für den Pächter der Gaststätte und Räume für die Geschäftsstelle des Vereins wurden im Obergeschoß vorgesehen. Im Keller wurden neben zwei Kegelbahnen, den Vorrats- und Kühlräumen für den Wirt, ein Tischtennisraum und Abstellräume eingeplant. Eine große Freiterasse nach Norden und Westen ergänzt das Clubhaus.

Bei der Eröffnungsfeier des Sportparks am 6. April 1974 standen dem TV neben der Sporthalle und dem Clubhaus ein Rasenspielfeld von 65 mal 105 m, ein Sandplatz von 65 mal 105 m mit Flutlichtanlage, ein Kleinspielfeld mit 25 mal 32 m mit Flutlichtanlage und 8 Tennisplätze zur Verfügung. Bis heute wurde der Sportpark "Am Legel", wie sein offizieller Name lautet, weiter ausgebaut,. Ein Kinderspielplatz wurde später eingerichtet und der sich an die Pergola anschließende Festplatz befestigt.


Fritz Schilling war der Initiator beim Bau der Tennisanlagen! Am 13. Februar 1970 wurde mit 57 Mitgliedern eine Tennisabteilung ins Leben gerufen. Jedes Mitglied musste eine Bürgschaft von DM 1000 hinterlegen. Noch im Jahr 1970 wurde mit dem Bau ihrer Anlagen begonnen, am 25. April 1971 wurden die ersten vier Plätze unter Teilnahme des damaligen Bürgermeisters Winter eingeweiht. Ende 1971 konnte schon auf sechs Plätzen gespielt werden. Heute besitzt die Tennisanlage 10 Plätze. Die Tennishütte wurde Ende der siebziger Jahre errichtet, ein eigener Dusch- und Sanitärtrakt vervollständigte 1982 die Anlage. Die im Jahr 1974 erstellte Mehrzweckhalle war über 20 Jahre die Trainingsstätte der Tennisspieler im Winter, bis im Jahr 1996 nach modernsten Erkenntnissen eine 3-Feld Tennishalle gebaut wurde. Erholungsstätte im Schwarzwald

Der Verkauf des alten Sportplatzes gab auch zur Hoffnung Anlass, eine eigene Freizeit-und Erholungsstätte zu schaffen. In Bubenbach / Neustadt / Schwarzwald wurde ein 4.000 qm großes Grundstück gekauft. Darauf sollte ein dreigeschossiges Haus mit 25 Betten errichtet werden, das 950 Meter über dem Meeresspiegel und abseits des Verkehrs, allen Mitgliedern und Interessenten zur Verfügung stehen sollte. Noch heute ist das Grundstück Eigentum des Vereins, die Pläne wurden jedoch nicht realisiert.


Heute sind alle unsere Sport- und Spielanlagen in einem gepflegten Zustand, wurde unsere Gaststätte durch unseren Pächter Boris Aidinski zu einem weit über unsere kommunalen Grenzen hinaus bekannten Hort der Gastlichkeit und ist der Sportpark "Am Legel" des TV Mörsch ein Schmuckstück der Region. Für den Sportpark stehen Platz-und Hausmeister zur Verfügung, der größte Teil der anfallenden Instandsetzungen und kleinen Erweiterungen wird aber ehrenamtlich ausgeführt. Unser Dank gilt deshalb allen Initiatoren dieses Sportparks, dessen Bau mit einer Vision begann, und bei dem viele Hände mit dazu beigetragen haben, dass der TV Mörsch diese neue Heimat gefunden hat. Die Presse berichtete hierüber im April 1974 wie folgt: Zu den neuen Sportstätten ist der Verein zu beglückwünschen. Er hat diese Einrichtungen in ihrer Dimension nicht nur für einen kleinen Mitgliederkreis geschaffen, sondern breite Schichten der Bevölkerung können je nach Neigung eine sportliche Betätigung finden und daran teilhaben. Somit, das wird von der Gemeindeverwaltung anerkennend festgestellt, habe der Verein einen führenden Beitrag zur Aktivierung und Förderung des sportlichen und kulturellen Lebens in der Gemeinde geleistet.